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Maledives
Prodivers Maldives

DIE MALEDIVEN - FAKTEN UND INFORMATIONEN

  • Kurze Übersicht
  • Geografie
  • Geschichte
  • Kultur
  • Leute & Bevölkerung
  • Wetter und Klima

Lage
Südwestlich von Sri Lanka, nahe am Äquator.

Geografie
1190 Koralleninseln formen einen Archipel bestehend aus 26 einzelnen Atollen. Das ganze erstreckt sich von Nord nach Süd über eine Länge von 820 Kilometern und von Ost nach West über eine Breite von 120 Kilometern. 202 Inseln sind unbewohnt, 87 Inseln sind für den Tourismus geöffnet.

Klima
Immer warm mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Sonne scheint das ganze Jahr. Die durchschnittliche Lufttemperatur liegt bei 29 - 32 Grad Celsius.

Kleidung
Die Kleidung ist üblicherweise locker. T-Shirts und Baumwollkleidung ist zu empfehlen. In Male, der Hauptinsel und auf anderen bewohnten Inseln wird empfohlen, daß Frauen einfache Kleidung tragen, ohne zu viel Haut zu zeigen.

Bevölkerung
Ungefähr 310’000 Einwohner gibt es gemäss Schätzungen aus dem Jahr 2003 auf den Malediven. Die Geschichte der Malediver zeigt auf, dass die Inseln schon über 3’000 Jahre bevölkert sind. Frühere Siedler waren Reisende auf der Seidenstrasse. Von Natur aus sind die Malediver warmherzig, freundlich und gastfreundlich und es fällt einem leicht, sich in ihrer Gegenwart wohl zu fühlen.

Kultur
Eine stolze Geschichte und eine bemerkenswerte Kultur wurde von den ersten Siedlern geprägt. Die Malediven waren ein buntes Gemisch aus unterschiedlichen Kulturen, da viele Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt herkamen und sich niederliessen. Die einheimische Musik und Tanz erinnern zum Beispiel an afrikanischen Einflüsse: Mit den blossen Händen wird getrommelt und die Lieder sind in einer nicht zuordenbaren Sprache, aber sie sind zweifellos von den ostafrikanischen Ländern geprägt. Wie zu erwaten ist, wurde die Musik und der Tanz auch von Südasien beeinflusst, besonders jedoch auch das Essen. Frauen spielen in der Gesellschaft eine grosse Rolle - nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass die Männer den ganzen Tag zum Fischen auf dem Meer draussen sind.

Sprache
Dhivehi ist die Sprache, die in allen Teilen der Malediven gesprochen wird. Englisch wird von den Maledivern weitgehend beherrscht und Besucher können sich auf der Hauptinsel gut mit Englisch verständigen. Auf den Touristeninseln spricht das Personal eine Vielzahl diverser Sprachen wie englisch, deutsch, französisch, italienisch und japanisch.

Wirtschaft
Die Wirtschaft ist in den letzten zwei Jahrzenten um jährlich 10% gewachsen. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle, gefolgt von Fischerei und Handel. Die maledivische Wirtschaft wird als vorbildlich in der Region betrachtet und begrüsst Auslandanlagen.

Währung
Die maledivische Währung ist der Rufiyaa und der Laaree. Der Wechselkurs für US Dollar zur Zeit dieses Schreibens beträgt MRf.12.75 für einen Dollar. 100 Laarees entsprechen 1 Rufiyaa. Rufiyaa Banknoten gibt es als 5, 10, 20, 50, 100 und 500. Folgende Münzen gibt es: 2.00 Rufiyaas, 1.00 Rufiyaa, 50 Laarees, 20 Laarees, 10 Laarees, 5 Laarees, 2 Laarees und 1 Laaree. Der US Dollar ist die meist verbreitete ausländische Währung. Zahlungen in den Resorts und Hotels können in den meisten Hartwährungen in bar, per Reisescheck oder per Kreditkarte gemacht werden. Die meist gebrauchten Kreditkarten sind American Express, Visa, Master Card, Diners Club, JCB und Eurocard.

Bildung
Die Bildungsgradrate beträgt 98%. Ausbildungsstandards gehören zu dem höchsten in der Region und die Schulen folgen dem britischen Ausbildungssystem.

Gesundheit
Gesundheitseinrichtungen verbessern sich beinahe täglich. Das Indhira Gandhi Meomorail Hospital (IGMH) in Male ist das grösste Krankenhaus im Land, das hoch entwickelte medizinische Behandlung anbietet. Das ADK Krankenhaus ist die grösste private Einrichtung im Gesundheitswesen und bietet einen hohen medizinischen Standard. Einige Resorts haben Ärzte auf der Insel. Eine Dekompressionskammer befindet sich in der Reichweite der meisten Resorts, sollte sich ein Tauchunfall ereignen.

Lokale Zeit
GMT + 5 Stunden

Kuredu, Komandoo und Vakarufalhi haben eine spezielle Inselzeit, welche gegenüber GMT +6 Stunden beträgt.

Geschäftszeiten
Von Sonntag bis Donnerstag von 7.30 bis 14.30 im Regierungssektor und im Allgemeinen von 9.00 bis 17.00 im privaten Sektor. Die meisten Büros im privaten Sektor haben auch am Samstag während eines halben Tages geöffnet. Wochenende ist Freitag und Samstag.

Kommunikationsmittel
Aktuelle Technologie und internationale Satellitenverbindungen erlauben es den Malediven, ein hoch entwickeltes Kommunikationssystem zu haben. IDD Service ist auf allen Reosrts vorhanden und Telefonkarten sind auf allen bewohnten Inseln erhältlich. Bei Dhiraagu, dem maledivischen Telekommunikationsanbieter, kann man auch bloss für einen Tag Handys mieten. Dhiraagu ist auch der Internet Service Provider.

Elektrizität
Die Stromspannung beträgt 220-240 Volt

Die Republik der Malediven sieht aus wie eine Perlenkette im tiefen Blau des Indischen Ozeans. Vermutlich einer der letzten unbeschädigten Plätze auf der Erde. Die Malediven liegen im Südwesten der südlichen Spitze von Indien und erstrecken sich über einen weiten Teil des westindischen Ozeans. Sie stellt einen zentralen Teil einer Unterwassergebirgskette dar, welche sich über 2’000 Kilometer von den Lakkadiven im Norden bis zum Chagos Archipel im Süden erstreckt. Die Malediven umfassen ungefähr 90’000 Quadratkilometer, wobei jedoch nur nur etwa 0.5% trockenes Land ist! Es gibt 1’190 Inseln mit Vegetation, wovon 990 unbewohnt sind. Die einheimische Bevölkerung zählt etwa 310’000 Menschen. Die meisten leben in Male oder in der Nähe der Hauptinsel. Der grösste Teil des Nordens und des zentralen Teils der Malediven besteht aus zwei verschiedene Atollketten, im Süden bilden die Atolle eine einzige Kette. Auf den Ost- und Westseiten des Archipels werden Tiefen von 2’000 Metern erreicht und dies in einer Entfernung von bis zu 5.5 Kilometern vom Aussenriff entfernt. Im Inneren des Atolls betragen die Tiefen normalerweise zwischen 30 bis 50 Meter.

Die Atolle unterscheiden sich in einem Grössendurchmesser von 2.5 Kilometern bis zu 80 Kilometern. Die Korallenriffe, welche die Atolle bilden, werden durch kleine Tiere hergestellt, den sogenannten Polypen. Diese Polypen sondern ein hartes Kalksteinskelett ab, welches dem Riff seine speziellen Strukturen verleiht. Durchschnittlich wächst eine zerbrechliche sich ausbreitende Koralle zwischen 20 bis 30 Zentimeter pro Jahr, wobei auch andere Arten existieren, welche nur ein paar Millimeter pro Jahr wachsen. Innerhalb einiger Atolle steigen geheimnisvolle Inseln vom Atollboden empor und bieten somit vielen tropischen Rifffischen ein zu Hause. Entlang des Aussenriffs gibt es spektakuläre Steilwände, schräg abfallende Riffe, Höhlen und Kanaleingänge. Die Wasertemperatur beträgt meist zwischen 27-30 Grad Celsius, obwohl man manchmal sogar die Sprungschichten spüren kann. Das Wasser in den Lagunen kann beträchtlich wärmer sein und somit die Wassertemperaturen innerhalb der Atolle beeinflussen. Die Strömungen auf den Malediven können sehr unvorhersehbar sein und reichen von einem entspannten Schwimmen ums Riff bis hin zu einem rasanten Fliegen durchs Wasser! Die Inseln selbst bieten dieses typische „Verschollenen“-Gefühl: Weisse Sandstrände, sich im Wind bewegende Palmen, türkisfarbene Lagunen und endloser Sonnenschein. Wenn man am Strand steht, kann man die Nachbarinseln sehen und an einem klaren Tag sogar das nächste Atoll.

Vom Strand aus kann man Baby Riffhaie beobachten, wie sie das Jagen erlernen. Gehst du schnorcheln oder tauchen, so erwartet dich eine völlig neue Welt. Du kannst Schildkröten, Delfine, Haie, Mantas, Adlerrochen und grosse Fischschwärme sehen, manchmal so viele, dass du gar nicht durch den Schwarm hindurch sehen kannst! An Land findet man Ghekos (Eidechsen), die einander zurufen, Echsen, die in der Sonne Liegestüze machen, Fliegende Hunde, die in den Bäumen hängen und viele kleine Einsiedlerkrebse, welche sich Muscheln als ihr neues Haus aussuchen.

Die Legende besagt, dass ein Prinz und seine Frau, die Tochter des heutigen Königs von Sri Lanka, während einer Reise im Raa Atoll angehalten haben und eingeladen wurden, als Herrscher zu bleiben. Der spätere König Koimala und seine Frau liessen sich mit Erlaubnis des Giraavaru Stammes, dem Eingeborenstamm vom Kaafu Atoll, in Male nieder. Heute kann man Giraavaru Leute einfach anhand ihrer Kleidung und Frisur erkennen, aber nur einige Hundert von ihnen leben noch hier und wurden 1978 nach Male umgesiedelt. Ihre Insel Giraavaru wurde in eine Touristeninsel umgewandelt. Anhand der neuesten archäologischen Funde nimmt man an, dass sich Arier von Indien und Sri Lanka vom Jahre 1500 an auf den Malediven niedergelassen haben. Die Malediven waren eine beliebte Zwischenstation auf den viel befahrenen Handelswegen. Sie wurden durch den Handel mit Arabien, China und Indien beeinflusst. Gehandelt wurde vor allem mit Kokosnüssen, getrocknetem Fisch und vor allem mit den wertvollen Kauri Muscheln; eine kleine weisse Muschel, welche man am Strand fand und welche als Zahlungsmittel in Ländern nahe des Indischen Ozean diente. Diese Muscheln konnte man sogar in Norwegen oder Westafrika finden, was aufzeigt, wie weit der Umfang der Handelsbeziehungen der Malediven reichte.

Konvertierung zum Islam
Mohamed Ibn Batuta, ein marokkanischer Reisender, der die Malediven im 14. Jahrhundert bereiste, zeichnete eine interessante Legende auf, wie das Land zum Islam konvertierte. Abul Barakaath Yoosuf Al Barbary, ein islamischer Gelehrter, bereiste die Malediven während einer Zeit, als die Einwohner in Furcht vor dem Rannamaari lebten. Der Rannamaari war ein Meerdämon, welcher einmal pro Monat aus dem Meer herauskam, um alles zu zerstören, ausser eine Jungfrau wurde geopfert. Die zu opfernden unglücklichen jungen Mädchen mussten in einem Tempel nahe der Küste bleiben und wurden dann morgens vergewaltigt und tot aufgefunden. Die Tochter des Hauses, in welchem Abul Barakaath Yoosuf Al Barbary wohnte, wurde als Opfer ausgewählt und er beschloss, sie zu retten. Als Mädchen verkleidet verbrachte er die Nacht in dem Tempel und rezitierte ununterbrochen aus dem heiligen Koran. Am nächsten Morgen kamen die Menschen zum Tempel, um das Schicksal des jungen Mädchens herauszufinden. Sie waren erstaunt, als sie ihn immer noch lebend und den Koran lesend fanden. Als der König herausfand, dass der Dämon durch die Kraft des heilgen Korans besiegt wurde, übernahm er den Glauben des Islams.

Maledivische Helden
Die Portugiesen hatten ein starkes Interesse an den Malediven wegen der Kauri Muscheln, aber auch wegen einem wichtigen Bestandteil in Parfums. Der frühere ausgestossene Sultan, Hassan IX, wollte mit Hilfe der Portugiesen seinen Thron zurückerobern. Drei Versuche wurden hauptsächlich dank Ali Rasgefaanu abgewehrt, welcher sich als mutiger und starker Kämpfer entpuppte. Er wurde zum Sultan Ali VI, aber nur für einige Monate, da er während eines weiteren portugiesischen Angriffs getötet wurde und somit als Märtyrer starb. Sein Grab wurde im Meer an dem Punkt errichtet, an welchem er starb. Der Märtyrertag, ein gesetzlicher Feiertag, wurde ihm zu Ehren gewidmet. Die folgenden 15 Jahre gehörten zu den dunkelsten in der maledivischen Geschichte, als die Portugiesen versuchten, den Inselbewohnern das Christentum aufzuzwingen.

Mohamed Thakurufaanu und seine zwei Brüder von der Insel Utheemu, führten 8 Jahre lang eine Art Guerillia-Kriegsführung, wobei einer der beiden Brüder gefangen und enthauptet wurde. Ihre Strategie war, nachts auf einer Insel anzukommen, die Portugiesen in einem Überraschungsangriff zu töten und noch vor der Dämmerung wieder weg zu segeln. Thakurufaanu suchte die Hilfe des Malabari, tötete den portugiesischen Führer Andreas Andre, bekannt als Andiri Andirin und eroberte Male wieder zurück.

Er wurde Sultan und regierte während 12 Jahren, stellte eine gut ausgebildete Armee auf die Beine, führte Münzen ein, verbesserte die Handelsgeschäfte und die religiösen Gebote und gründete eine Dynastie, welche 132 Jahre anhielt.

Das Britische Protektorat
Am 16. Dezember 1887 unterzeichnete der Sultan der Malediven einen Vertrag mit dem britischen Gouverneur, um die Malediven in ein britisches Protektorat umzuwandeln. Die britische Regierung versprach den Malediven militärischen Schutz und das Nichteinmischen in die lokale Regierung gegen eine jährliche Abgabe, die durch die Malediven gezahlt werden musste. 1957 errichteten die Briten eine RAF Basis im strategischen südlichsten Atoll von Addu für 2000 Pfund pro Jahr. Dort waren Hunderte von Einheimischen angestellt. 19 Jahre später entschied die britische Regierung die Basis aufzugeben, da deren Aufrechterhaltung zu kostspielig war.

Unabhängigkeit
Die Malediven gewannen ihre Unabhängigkeit am 26. Juli 1965. Drei Jahre später wurde eine Republik mit Premierminister Ibrahim Nasir als erster Präsident gegründet. 1978 wurde Maumoon Abdul Gayoom Präsident und ist seither dreimal wiedergewählt worden. Ein Putschversuch 1988 durch Söldner von Sri Lanka wurde erfolgreich niedergeschlagen. Obwohl die Malediven so klein sind, haben sie es immer geschafft ihre Unabhängigkeit zu wahren und eine starke Einheit zu bilden, trotz den Einflüssen und Drohungen von auswärts. Sie sind heute ein international anerkanntes Land, Mitglied der UNO, WHO, SAARC, des Commonwealth und anderen Organisationen und spielen eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der Sicherheit kleiner Nationen sowie beim Umweltschutz.

Ethnie
Der Ursprung der Malediver ist geheimnisumwoben. Die ersten Siedler könnten gut aus Sri Lanka und Südindien stammen. Man sagt, dass nach ihnen wahrscheinlich Arier in Schilfbooten von Lothal aus dem Indus Valley folgten, dies vor ungefähr 4’000 Jahren.

Archäologische Funde besagen, dass vor der Einführung des Islams im Jahre 1153 v. Chr. der Hinduismus und der Buddhismus verbreitet waren.

Sprache
Die maledivische Sprache ist Dhivehi, eine Sprache, die zur Gruppe der Indro-Indischen Sprachen gehört. Dhivehi mit seinen Wurzeln in Sanskrit und gemäss Forschungen auch in Elu, eine alte Form von Sinhala (gesprochen in Sri Lanka), wird stark durch die Hauptsprachen der Region beeinflusst. Die Sprache wurde seit dem Aufkommen des Islams im 1153 stark vom Arabischen beeinflusst. In neuster Zeit hat sich Englisch stark verbreitet, vor allem seit der Einführung dieser Sprache als Ausbildungsmedium in den frühen sechziger Jahren. Da die Inseln so weit ausseinander liegen, unterscheidet sich die Aussprache und das Vokabular von Atoll zu Atoll. Die maledivische Schrift bekannt als thaana wurde während dem 16. Jahrhunderts entwickelt, kurz nachdem das Land von der portugiesischen Herrschaft befreit wurde. Anders als ehemalige Schriften wird thaana von rechts nach links geschrieben. Dies, um arabische Wörter, die häufig in Dhivehi verwendet werden, zu integrieren. Das thaana Alphabet besteht aus 24 Buchstaben.


Sätze auf Dhivehi

Hallo (formell) Assalaamu Alaikum
Hallo (informell) Kihineh?
Wie geht es? Haalu kihineh?
Ja Aan
Nein Noon
Wo? Kobaa?
Warum? Keevve?
Wer? Kaaku?
Dort Ethaa
Hier Mithaa
Was? Koacheh?
Dieses Mi
Das E
Wie heissen Sie? Kon nameh kiyanee?
Ich heisse Aharenge namakee
Gut Ran'galhu
Auf wiedersehen (informell) Dhanee
Woher kommen Sie? Kon rasheh?
Danke Shukuriyaa
Es tut mir leid Ma-aafu kurey
Wie alt sind Sie? Umurun kihaa vareh?
Ich bin (Alter) Aharenge umurakee
Wohin gehen Sie? Kon thanakah dhanee?
Wann gehen wir? Kon irakun dhanee?
Wieviel kostet es? Agu kihaavareh?
Wie lange dauert es? Kihaa ireh nagaanee?
Wie spät ist es? Gadin kihaa ireh?
Welche Insel ist das? E-ee kon rasheh?


Familienleben

Die eng verbundenen Inselgemeinschaften helfen sich gegenseitig, um schwierige Umstände zu meistern.

Ein ausgedehntes Familiensystem bietet ein Sicherheitsnetz für deren Mitglieder in schwierigen Zeiten. Neben den Eltern helfen auch andere Mitglieder der Familie bei der Kinderbetreuung mit.

Traditionsgemäss gehen die Männer tagsüber fischen, während die Frauen für Familienangelegenheiten sowie für Gemeinschaftsinteressen verantworltich sind. Dies ist auch heute auf den kleineren Inselgemeinschaften immer noch so.

Religion
Seit die Maldediven im Jahre 1153 den Islam übernahmen, ist dieser zu einem zentralen Bestandteil in ihrem Leben geworden. Die wichtigsten Veranstaltungen und die Feste folgen dem moslemischen Kalender. Von klein auf lernen die Kinder das arabische Alphabet. Eine religiöse Ausbildung gibt es zu Hause und in der Schule. Der Islam ist ein Teil des Schullehrplans und wird gemeinsam mit andere Themen unterrichtet.

Bevölkerung
Die Bevölkerung der Maldiven hat sich während der letzten Dekaden schnell erhöht. Jedoch mit einer Bevölkerung von fast 270.000 bleibt das Land weiterhin eine der kleinsten unabhängigen Nationen in Asien.

Über ein Viertel der Bevölkerung wohnt in der Hauptstadt Male. Außerhalb Males findet man die größten Bevölkerungen in Hithadhoo im Addu Atoll, in Fuamulah und in Kulhudhufushi im Haa Dhaalu Atoll mit 9.640, 7243 und 6.354 Einwohnern. Der restliche Bevölkerung ist spärlich über die anderen bewohnten Inseln zerstreut.

Frauen
Frauen haben schon immer eine wichtige Rolle in der Familie und in der Gemeinschaft gehabt. In der Frühgeschichte der Maldiven war es nicht selten, eine Frau als Sultanine zu haben und es wird vermutet, dass die Gesellschaft früher einmal ein Matriarchat war.

In den heutigen Tagen halten die Frauen starke Positionen in der Regierung und im geschäftlichen Bereich. Ein großer Prozentsatz der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sind Frauen. Das männlich-weibliche Verhältnis der Einschreibung und der Beendigung der Ausbildung zu Sekundärschulstandards bleibt gleichwertig. Frauen dienen im Kabinett und im Parlament.

In einem Land mit weniger als einem Prozent Land- und über 99 Prozent Meeranteil, spielt das Wetter offensichtlich eine bedeutende Rolle im Alltagsleben. Für eine lange Zeit haben die Malediver ihr Leben nach dem System von nakaiy organisiert. Jeder nakaiy ist 13 oder 14 Tage lang und wird in zwei Jahreszeiten geteilt; iruvai der Nordostmonsun und hulhangu der Südwestmonsun. Der nakaiy Kalender wird noch benutzt um Sachen wie die beste Zeit fürs Fischen, Ernten oder Ferienreisen zu bestimmen.

Die Maldiven haben ein tropisches Klima mit warmem Temperaturen rund ums Jahr mit viel Sonnenschein. Das warme tropische Klima ergibt verhältnismäßig kleine Schwankungen der täglichen Temperatur während des Jahres. Der heißeste Monat ist April und Dezember ist der kühlste Monat. Das Wetter wird hauptsächlich durch den jeweiligen Monsun bestimmt.

Es gibt eine bedeutende Veränderung der monatlichen Niederschlagsmengen. Januar bis April sind sehr trocken mit Ferbruar als der trockenste Monat. Mai und Oktober notieren den höchsten durchschnittlichen Niederschlag. Der Südwestmonsun oder das hulhangu von Mai bis September bringt die Regenperiode. Rauhes Meer und starker Wind sind während dieser Zeit üblich. Der Nordostmonsun iruvai bestimmt das Wetter von Dezember bis April. Dies ist die Zeit des blauen Himmels und der regenarmen Tage. Die Malediven liegen im äquatorialen Gürtel und folglich sind starke Stürme oder sogar Wirbelstürme extrem selten. Jedoch wird das Wetter auch beeinflußt von Wirbelstürme welche sich in der Bucht von Bengalen oder im arabischen Meer bilden können.

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